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Die ZUGFeRD-Profile von MINIMUM bis EXTENDED.

Ein Profil legt fest, wie viele Angaben der maschinenlesbare Teil einer ZUGFeRD-Rechnung enthält. Das Bundesfinanzministerium zählt ZUGFeRD ab Version 2.0.1 zu den zulässigen E-Rechnungsformaten, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC WL (Abschnitt 14.1 Abs. 14 UStAE). Lassen Sie die Rechnung im Profil EN 16931 oder als XRechnung erzeugen, im eigenen Rechnungsprogramm oder beim Aussteller. Beide prüft der Check.

Jannis Dietrich Stand: Informatikstudent an der Uni Ulm, baut gerade Yando auf

Codes
PROFIL-MINIMUM, PROFIL-BASICWL, PROFIL-BASIC, PROFIL-EXTENDED, PROFIL-ZUGFERD1
Regelwerk
keines; diese Codes vergibt unser Check selbst
Schreibweise der XML-Datei
CII, in der PDF
Umsatzsteuer
kein eigener Satz zu diesen Codes, nur die allgemeine Einordnung mit Quelle, im Abschnitt „Was das für die Umsatzsteuer heißt“

Welche Profile es gibt.

ZUGFeRD ist eine PDF-Rechnung mit eingebetteter XML-Datei. Das Profil steht als Kennung in dieser XML-Datei und legt fest, wie viele Angaben sie enthält. Das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), das ZUGFeRD herausgibt, nennt sechs Profile. Dazu kommt die alte Version 1.0.

Profil Was drin ist, laut FeRD Vom BMF ausgenommen Was unser Check tut
MINIMUM Angaben zu Käufer und Verkäufer, Gesamtbetrag und gesamte Umsatzsteuer; je Position nur die Referenz des Käufers, keine Aufschlüsselung der Steuer ja prüft die Regeln nicht
BASIC WL keine Positionen, aber alles zum Buchen auf Ebene der ganzen Rechnung ja prüft die Regeln nicht
BASIC eine Teilmenge der Norm EN 16931 nein erkennt das Profil, prüft die Regeln noch nicht
EN 16931 die Norm EN 16931 vollständig, früher COMFORT nein prüft nach den Regeln der Norm
EXTENDED eine Erweiterung der Norm, etwa für mehrere Lieferungen oder Lieferorte nein erkennt das Profil, prüft die Regeln noch nicht
XRECHNUNG eine XRechnung, eingebettet in die PDF (Referenzprofil) nein prüft nach den Regeln von XRechnung
ZUGFeRD 1.0 die ältere Version vor der Norm EN 16931 nennt ZUGFeRD erst ab Version 2.0.1 prüft die Regeln nicht

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, Mustang-Projekt, Kennungen der ZUGFeRD-Profile, BMF-Schreiben vom 15.10.2025, abgerufen am 23.10.2026

Die Profile einzeln.

MINIMUM

Kennung in der XML-Datei: urn:factur-x.eu:1p0:minimum

Die Kennung der Datei nennt das ZUGFeRD-Profil MINIMUM. Ein Profil legt fest, wie viele Angaben der maschinenlesbare Teil einer ZUGFeRD-Rechnung enthält. MINIMUM enthält laut Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) die wesentlichen Angaben zu Käufer und Verkäufer, den Gesamtbetrag und die gesamte Umsatzsteuer. Für einzelne Positionen ist nur die Referenz des Käufers vorgesehen, eine Aufschlüsselung der Umsatzsteuer gibt es nicht. FeRD nennt das Profil deshalb eine Buchungshilfe. Die Regeln dieses Profils prüft der Check nicht.

Das Rechnungsprogramm hat die Datei im Profil MINIMUM erzeugt. In diesem Profil fehlen die Angaben zu den einzelnen Positionen und die Aufschlüsselung der Umsatzsteuer. Die Norm EN 16931 verlangt beides (Regeln BR-16 und BR-CO-18), und das ZUGFeRD-Profil EN 16931 enthält es. Lassen Sie die Rechnung im Profil EN 16931 oder als XRechnung erzeugen, im eigenen Rechnungsprogramm oder beim Aussteller. Beide prüft der Check.

Laden Sie eine ZUGFeRD-Rechnung im Profil MINIMUM in DATEV Unternehmen online hoch, behandelt DATEV sie wie eine gewöhnliche PDF-Rechnung. Werte wie Rechnungsbetrag, Rechnungsnummer und Rechnungsdatum erkennt DATEV dann aus dem PDF-Teil. Im Filter Rechnungsart erscheint die Rechnung als „Sonstige Rechnung“. DATEV rät, sich in diesem Fall an den Rechnungssteller zu wenden (Dok.-Nr. 1039353).

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1039065, abgerufen am 23.10.2026

BASIC WL

Kennung in der XML-Datei: urn:factur-x.eu:1p0:basicwl

Die Kennung der Datei nennt das ZUGFeRD-Profil BASIC WL. Ein Profil legt fest, wie viele Angaben der maschinenlesbare Teil einer ZUGFeRD-Rechnung enthält. BASIC WL enthält laut Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) keine Rechnungspositionen. Für die Rechnung als Ganzes stehen darin alle Angaben, die zum Buchen nötig sind. FeRD nennt das Profil deshalb eine Buchungshilfe. Die Regeln dieses Profils prüft der Check nicht.

Das Rechnungsprogramm hat die Datei im Profil BASIC WL erzeugt. In diesem Profil fehlen die Rechnungspositionen. Die Norm EN 16931 verlangt mindestens eine (Regel BR-16), und das ZUGFeRD-Profil EN 16931 enthält sie. Lassen Sie die Rechnung im Profil EN 16931 oder als XRechnung erzeugen, im eigenen Rechnungsprogramm oder beim Aussteller. Beide prüft der Check.

Laden Sie eine ZUGFeRD-Rechnung im Profil BASIC WL in DATEV Unternehmen online hoch, behandelt DATEV sie wie eine gewöhnliche PDF-Rechnung. Werte wie Rechnungsbetrag, Rechnungsnummer und Rechnungsdatum erkennt DATEV dann aus dem PDF-Teil. Im Filter Rechnungsart erscheint die Rechnung als „Sonstige Rechnung“. DATEV rät, sich in diesem Fall an den Rechnungssteller zu wenden (Dok.-Nr. 1039353).

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1039065, abgerufen am 23.10.2026

BASIC

Kennung in der XML-Datei: urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:factur-x.eu:1p0:basic

Die Kennung der Datei nennt das ZUGFeRD-Profil BASIC. Laut Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) ist BASIC eine Teilmenge der Norm EN 16931. Der Check erkennt das Profil. Die Regeln dieses Profils prüft er noch nicht.

Das Rechnungsprogramm hat die Datei im Profil BASIC erzeugt. Der Check arbeitet mit dem Prüfprogramm der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT). Für dieses Profil hat das Programm keine Regeln. Der Check hat die Angaben in dieser Datei nicht geprüft und meldet darum auch keinen Fehler darin. Prüfen kann er dieselbe Rechnung im Profil EN 16931 oder als XRechnung, falls Ihr Rechnungsprogramm oder der Aussteller sie so erzeugen kann.

DATEV zählt das ZUGFeRD-Profil BASIC zu den Profilen, die der Norm EN 16931 entsprechen (Dok.-Nr. 1080601). Empfangen Sie die Rechnung in DATEV Unternehmen online, prüft DATEV sie dort beim Hochladen selbst. Das Ergebnis sehen Sie im Filter Rechnungsart (Dok.-Nr. 1039584).

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1080601, abgerufen am 23.10.2026

EN 16931

Kennung in der XML-Datei: urn:cen.eu:en16931:2017

Das Profil EN 16931 hieß früher COMFORT und bildet die Norm laut FeRD vollständig ab. FeRD empfiehlt es für Rechnungen nach den Vorgaben der EU. Unser Check prüft den XML-Teil nach allen Regeln der Norm, die Regeln von XRechnung wendet er darauf nicht an.

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, Prüfkonfiguration der KoSIT für XRechnung, 2026-08-31, abgerufen am 23.10.2026

EXTENDED

Kennung in der XML-Datei: urn:cen.eu:en16931:2017#conformant#urn:factur-x.eu:1p0:extended

Die Kennung der Datei nennt das ZUGFeRD-Profil EXTENDED. Laut Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) erweitert EXTENDED die Norm EN 16931 um Angaben für Abläufe mit mehr Einzelheiten. Ein Beispiel sind Rechnungen über mehrere Lieferungen oder Lieferorte. Den Austausch von EXTENDED-Rechnungen müssen Aussteller und Empfänger laut FeRD vorher vereinbaren. Der Check erkennt das Profil. Die Regeln dieses Profils prüft er noch nicht.

Das Rechnungsprogramm hat die Datei im Profil EXTENDED erzeugt. Der Check arbeitet mit dem Prüfprogramm der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT). Für dieses Profil hat das Programm keine Regeln. Der Check hat die Angaben in dieser Datei nicht geprüft und meldet darum auch keinen Fehler darin. Prüfen kann er dieselbe Rechnung im Profil EN 16931 oder als XRechnung, falls Ihr Rechnungsprogramm oder der Aussteller sie so erzeugen kann.

DATEV zählt das ZUGFeRD-Profil EXTENDED zu den Profilen, die der Norm EN 16931 entsprechen (Dok.-Nr. 1080601). Empfangen Sie die Rechnung in DATEV Unternehmen online, prüft DATEV sie dort beim Hochladen selbst. Das Ergebnis sehen Sie im Filter Rechnungsart (Dok.-Nr. 1039584).

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1080601, abgerufen am 23.10.2026

XRECHNUNG

Kennung in der XML-Datei: urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:xeinkauf.de:kosit:xrechnung_3.0

Im Referenzprofil XRECHNUNG steckt eine XRechnung in der PDF. Ihr XML-Teil trägt die Kennung von XRechnung 3.0, und unser Check prüft ihn nach den Regeln von XRechnung, die Regeln mit BR-DE eingeschlossen.

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, Mustang-Projekt, Kennungen der ZUGFeRD-Profile, abgerufen am 23.10.2026

ZUGFeRD 1.0

Kennung in der XML-Datei, beginnt mit: urn:ferd:CrossIndustryDocument:invoice:1p0

Die Datei ist nach ZUGFeRD 1.0 aufgebaut. Das zeigt ihre Kennung, die mit urn:ferd:CrossIndustryDocument:invoice:1p0 beginnt. Für diese Version hat der Check keine Regeln.

Das Rechnungsprogramm schreibt ZUGFeRD in Version 1.0. Lassen Sie die Rechnung im ZUGFeRD-Profil EN 16931 oder als XRechnung erzeugen, im eigenen Rechnungsprogramm oder beim Aussteller. Beide prüft der Check. Kann Ihr Rechnungsprogramm nur Version 1.0 schreiben, fragen Sie den Hersteller nach einer neueren Fassung.

Laden Sie eine Rechnung nach ZUGFeRD 1.0 in DATEV Unternehmen online hoch, behandelt DATEV sie wie eine gewöhnliche PDF-Rechnung. Werte wie Rechnungsbetrag, Rechnungsnummer und Rechnungsdatum erkennt DATEV dann aus dem PDF-Teil. Im Filter Rechnungsart erscheint die Rechnung als „Sonstige Rechnung“. DATEV rät, sich in diesem Fall an den Rechnungssteller zu wenden (Dok.-Nr. 1039353).

Quellen: Mustang-Projekt, Kennungen der ZUGFeRD-Profile, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1039065, abgerufen am 23.10.2026

Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber. Wir sind kein Partner dieser Hersteller.

Beispiel aus einer Testrechnung.

Den maschinenlesbaren Teil einer E-Rechnung, die XML-Datei, gibt es in zwei Schreibweisen: UBL und CII. Eine UBL-Datei beginnt mit Invoice oder CreditNote, eine CII-Datei mit CrossIndustryInvoice. Auch ZUGFeRD steckt eine CII-Datei in die PDF.

Unsere zwei Testdateien sind Abwandlungen der Rechnung 01.01a aus der Testsuite der KoSIT für XRechnung, im Format CII (Lizenz Apache-2.0, Stand 2026-08-31). Sie unterscheiden sich nur in Zeile 11, der Kennung des Profils. Echte BASIC-Rechnungen sind es nicht; sie zeigen, woran der Check das Profil erkennt.

Mit der Kennung von BASICCII
<ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>
    <ram:ID>urn:cen.eu:en16931:2017#compliant#urn:factur-x.eu:1p0:basic</ram:ID>
</ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>
Mit der Kennung von EN 16931CII
<ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>
    <ram:ID>urn:cen.eu:en16931:2017</ram:ID>
</ram:GuidelineSpecifiedDocumentContextParameter>

Mit der Kennung von BASIC fand das Prüfprogramm der KoSIT am 23.10.2026 kein passendes Regelwerk und prüfte keine einzige Regel. Mit der Kennung von EN 16931 prüfte es dieselbe Datei nach den Regeln der Norm und meldete nichts. Die Kennung in einer echten Rechnung würde ich trotzdem nicht von Hand umschreiben. Dann behauptet die Datei ein Profil, nach dem sie nicht erzeugt wurde. Das Profil stellt man im Rechnungsprogramm ein.

Was das für die Umsatzsteuer heißt.

Das Bundesfinanzministerium zählt ZUGFeRD ab Version 2.0.1 zu den zulässigen E-Rechnungsformaten, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC WL (Abschnitt 14.1 Abs. 14 UStAE).

Quelle: BMF-Schreiben vom 15.10.2025, abgerufen am 23.10.2026

Diese Seite erklärt, was die Regel technisch verlangt, und nennt die allgemeine Rechtslage mit Quelle. Ob Ihre Rechnung steuerlich stimmt, etwa Steuersatz, Pflichtangaben und Vorsteuerabzug, beurteilt Ihr Steuerbüro. Das ist keine Steuerberatung.

Häufige Fragen.

Welche ZUGFeRD-Profile gibt es?

FeRD nennt sechs: MINIMUM, BASIC WL, BASIC, EN 16931, EXTENDED und das Referenzprofil XRECHNUNG. Sie unterscheiden sich darin, wie viele Angaben die XML-Datei enthält, von den Eckdaten zum Buchen bis zu Rechnungen über mehrere Lieferungen. Für Rechnungen nach den Vorgaben der EU empfiehlt FeRD das Profil EN 16931.

Quelle: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, abgerufen am 23.10.2026

Worin unterscheiden sich ZUGFeRD BASIC und EN 16931?

BASIC ist laut FeRD eine Teilmenge der Norm EN 16931, das Profil EN 16931 bildet die Norm vollständig ab. Keines der beiden nimmt der Umsatzsteuer-Anwendungserlass aus, und DATEV zählt beide zu den Profilen, die der Norm entsprechen. Unser Check prüft EN 16931 nach allen Regeln der Norm, BASIC erkennt er bisher nur. Wo das Rechnungsprogramm die Wahl lässt, würde ich EN 16931 einstellen; dann lässt sich die Datei auch prüfen.

Quellen: FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, BMF-Schreiben vom 15.10.2025, DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1080601, abgerufen am 23.10.2026

Zählt ZUGFeRD 1.0 als E-Rechnung?

Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass nennt ZUGFeRD erst ab Version 2.0.1, ausgenommen die Profile MINIMUM und BASIC WL. FeRD schreibt dazu, dass nur Dateien ab dieser Version als E-Rechnung anerkannt werden. Was das für eine bestimmte Rechnung heißt, klärt Ihr Steuerbüro.

Quellen: BMF-Schreiben vom 15.10.2025, FeRD, häufige Fragen zu ZUGFeRD, abgerufen am 23.10.2026

Welches Profil erzeugt mein Rechnungsprogramm?

DATEV gibt für seine Programme ZUGFeRD im Profil EN 16931 an. Lexware Office zeigt in der Vorschau, ob eine ZUGFeRD-Rechnung oder eine XRechnung entsteht. In sevdesk verschicken Sie mit „Per E-Mail versenden“ eine ZUGFeRD-Rechnung und mit „Nur XML senden“ eine XRechnung. Welches ZUGFeRD-Profil Lexware Office und sevdesk schreiben, nennen ihre Hilfeseiten nicht.

Quellen: DATEV-Hilfe, Dok.-Nr. 1049555, Hilfe von Lexware Office, Hilfe von sevdesk, abgerufen am 23.10.2026

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